ÜBER MICH

Patrick

...seit mehr als 23 Jahren bin ich Bogenschütze und etwa 20 Jahre schieße ich mit einem klassischen Primitivbogen. Ich habe bei unzähligen Turnieren teilgenommen und sehr viele davon auch gewonnen. Bei den Egenhäuser Bogenschützen bin ich Gründungsmitglied und dort sehr viele Jahre mitverantwortlich für die mittlerweile sehr große Beliebtheit des jährlichen 2-Tages-Turniers.

Was mich beim Bogenschießen von Anfang an gestört hat, war das "Gebaumel" eines wie auch immer geratenen Pfeileköchers. Ich habe alles ausprobiert, was der Markt an Köchern hergibt. Wirklich nichts davon hat mir zugesagt - und so wurde ich zum Erfinder des AAschköchers.

Zunächst habe ich beim Training einfach ein paar Pfeile in die Gesäßtasche gesteckt. Das ging nicht lange gut, es gab Löcher in der Hose und böse Blicke meiner Frau. Dann war es ein Stück Dachlatte mit ein paar Löchern drin, das ich in der Gesäßtasche mitführte. Schließlich kam der erste AAschköcher für sieben Pfeile mit einem angearbeiteten Gürtelhalter. Und weil ich diesen auch "ganz schön" aus Zwetschgen-Kernholz hergestellt hatte, kamen immer mal wieder Freunde und Bekannte und wollten auch so einen. Später habe ich das Ganze technisch noch insoweit verfeinert, dass die Köcher ausgewogen waren (sich also am Gürtel immer senkrecht hielten) und die Pfeile durch einen definierten Einsteckwinkel nicht an den Haaren scheuerten. Und da die "Bogenwelt" ja unterschiedliche Pfeile-Durchmesser schießt, habe ich auch hier eine Lösung gefunden, ohne dass zu dünne Schäfte klappern oder herausfallen.

Auf Anregung derer, die zwar auch einen ganz außergewöhnlichen Köcher haben wollten, sich aber mit dem AAschköcher-Prinzip nicht anfreunden konnten, habe ich begonnen nach interessant geformten und schönen Ästen und Stämmchen zu suchen, die ich zum Rückenköcher aushöhlen könnte. Diese habe ich dann ein paar Jahre gelagert und wirklich schöne Teile daraus gefertigt - aber "Eigenlob stinkt". Bilde Dir in der Rubrik "Leistungen" anhand der Bilder bitte Dein eigenes Urteil. Die Wandungen sind so dünn, dass sie zwar noch stabil sind, der gesamte Köcher aber kaum mehr als ein herkömmlicher Lederköcher wiegt.

Jetzt bin ich im frühen Ruhestand und habe Zeit mich neben dem Bogenschießen auch mehr der schönen Arbeit mit Holz zu widmen. Es macht mir großen Spaß meine Köcher herzustellen und noch mehr, wenn das Ergebnis Anderen auch gefällt. Meiner Rente tut ein gelegentlicher Verkauf ganz gut, jedoch gebe ich jedes einzelne Teil irgendwie ungern her (nicht ganz verständlich - ich weiß).